Chorgemeinschaft Köngen e.V.

Interview mit dem Spielleiter des Oldie-Ensemble Erich Schwarzkopf


 erich schwarzkopf

"Also habe ich meinen 57-Pfennig-Stundenlohn zusammengespart, habe nicht einmal mehr ein Bier mit meinen Kumpels getrunken!"
Interview mit dem Leiter unseres Oldie-Ensembles Erich Schwarzkopf

 

Seit wann spielen Sie Akkordeon und seit wann in der Chorgemeinschaft?
Akkordeon spiele ich seit 1948, in der Chorgemeinschaft seit 1954. In den Verein eingetreten bin ich erst 1957! Damals war Walter Brucker Vorstand und Erwin Hohnecker der Dirigent.

Wie kam es dazu, dass Sie mit dem Akkordeonspielen angefangen haben?
Ja, ich wollte schon immer Akkordeon spielen. Schon als kleiner Bub, aber dann ist der Krieg gekommen. Im Krieg hat man keine Harmonikas bekommen. Aber wir hatten ein Klavier, weil meine Schwester Klavierspielen gelernt hat. Ich habe also Klavierspielen lernen müssen. Aber mein Wunsch war halt immer die Harmonika. Mit 18 Jahren hatte ich ausgelernt und habe 57 Pfennig in der Stunde verdient. Dann war die Währungsreform und man hat wieder etwas kaufen können. Mein Vater ist gefallen und wir hatten nicht viel Geld. Also habe ich meinen 57-Pfennig-Stundenlohn zusammengespart, habe nicht einmal mehr ein Bier mit meinen Kumpels getrunken! 1948 habe ich endlich meine erste Harmonika für 360 DM gekauft. Das war damals viel Geld.

Hatten Sie dann Unterricht oder haben Sie sich das Spielen selbst beigebracht?
Ich habe ja vom Klavierspielen die rechte Hand beherrscht. Dann bin ich fünf oder sechs Stunden zu einem Akkordeonlehrer gegangen. Er hat mir das dann mit der linken Hand noch ein bisschen beigebracht. Das war mein ganzer Unterricht.

Welche Musikrichtung spielen Sie am liebsten? Haben Sie ein Lieblingsstück?
(sehr schnelle Antwort) Volksmusik! Meine Lieblingsstücke sind:„Du kannst nicht immer 17 sein, Liebling das kannst du nicht". Das ist mein Lieblingsstück! Und dann noch „Fliege mit mir in die Heimat" und „Wenn wir erklimmen schwindelnde Höhen".

Wie viele Akkordeons besitzen Sie?
15 Stück. Das sind Pianoakkordeons, eine steirische Harmonika und eine diatonische Harmonika. Die habe ich als kleines Museum im Keller ausgestellt.

Wie oft spielen Sie dann in der Woche?
Hm... vielleicht dreimal eine halbe Stunde in der Woche. Ich kenne mindestens 100 schöne Musikstücke, die spiele ich alle auswendig Und dann natürlich mit dem Oldie-Ensemble, da bin ich der musikalische Leiter. Außerdem spiele ich Volkslieder zum Mitsingen in verschiedenen Seniorenzentren in der Umgebung.