Chorgemeinschaft Köngen e.V.

Konzert "Akkordeon & Tanz" – ein Genuss für Augen und Ohren!

Geschrieben von Volker Fassnacht am .

Herbstkonzert der Akkordeonorchester der Chorgemeinschaft Köngen am 17.11.2018

von Birgit Haller

 

Trüber November? Von wegen. Wie gewohnt, luden die Akkordeonorchester der Chorgemeinschaft Köngen e.V. am Samstag, den 17.11.2018 zu ihrem Herbstkonzert in die Eintrachthalle Köngen ein. Besonders war diesmal das Programm, denn die Tastenkünstler trafen auf eine Begleitung aus Tanz und Gesang. Nicht nur die Musik, auch die tänzerischen Darbietungen stellten sich als überraschend vielseitig heraus.



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Einen schwäbisch-alpenländischen Auftakt setzten Adelheid Wisst und Elfriede Dannenmann als Ensemble DIE Oldie mit dem „Sennengruß“ von Ernst Claude, einem „Gruß aus Stuttgart“ von Hermann Wieder und „S’Gamsbarthüterl“ von Emil Wild. Unermüdlich und heiter musizieren die beiden Damen seit vielen Jahrzehnten im Verein und halten die Tradition der diatonischen Harmonika im Repertoire der Chorgemeinschaft aufrecht.

Darauf war die Bühne frei für den Nachwuchs: Das Schülerorchester, verstärkt durch die jüngsten Spielerinnen und Spieler und dirigiert von Marion Buchmann, leiteten mit dem Titel „Rockstars“ von Jürgen Schmieder die Party auf der Bühne ein. Im „Tangofieber“ vom selben Komponisten klang eine andere Facette mit anregenden argentinischen Rhythmen an. Dabei kam die Percussion nicht nur vom Schlagzeug, sondern auch von den Akkordeons selbst. Mit ihrer Interpretation von „Summer of ’69“ von Bryan Adams (Arrangement auch hier von Jürgen Schmieder) begeisterten die jungen Musiker ihr Publikum.

Marion Buchmann und das Zweite Akkordeonorchester setzten nach der Pause die Reihe tanzbarer Hits fort: Mit „What a feeling“ von Giorgio Moroder zeigte das Ensemble seine sowohl gefühlvolle wie auch temperamentvolle Seite. Bei „Samba Blanca“ von Ernst-Thilo Kalke schwang die „Allegria“, der brasilianische Frohsinn in allen Stimmen des Orchesters bis ins Publikum mit. Nicht nur hier, das gesamte Programm hindurch sorgte Jürgen Reiß am Schlagwerk mit seiner ganzen Erfahrung für die rhythmische Untermauerung der Orchesterklänge. Ein besonderes Geschenk an die Zuhörer entstand durch eine gelungene Kooperation von Orchester und Gesang: Stefanie Baumann vom Chor "in.takt" der Chorgemeinschaft Köngen e.V. interpretierte mit klarer Stimme „Sway“, einen mamboartig bis jazzig anmutenden Titel von Luis Demetrio T. Molina und Pablo Beltran Ruiz in Begleitung des Orchesters. Mit „Happy Polka“ von Michael van Boxel weckten die Akkordeonisten einen Vorgeschmack auf den übernächsten Auftritt. Einen kraftvollen Schlusspunkt unter den ersten Teil aus Rock, Latin und Polka bildete „Rockin‘ all over the world“, gespielt von fast 30 Musikern des Schüler- und Zweiten Orchesters.

Was nun folgte, überraschte Publikum und Gastgeber gleichermaßen: Die Schuhplattler des Schwäbischen Albvereins e.V. Ortsgruppe Oberboihingen gesellten sich in Lederhose, mit Holzbank und Schellen auf die Bühne und sorgten lautstark für Stimmung im Saal. Bühnenerfahren und in ausgeprägter Tanzlaune legten die acht Hobbykünstler eine fröhliche Show aus Volkstanz und Hüttengaudi aufs Parkett, dass es nur so staubte. Musikalisch stilecht begleitet wurden die Plattler von Akkordeon und Gitarre, deren Instrumentalisten Teil der Truppe sind. Seit den 1930er Jahren gibt es die Schuhplattler in Oberboihingen, die aktuelle Besetzung wird geleitet von Christian Hippler und Heiko Mayer.

Das Erste Orchester unter der Leitung von Thomas Bauer führte die Zuhörer nun in einem kontrastreichen Sprung in die Welt der Oper. Ihren großen Auftritt hatten dabei die Ballettschülerinnen der Bewegungsschule Gisela Grill aus Fellbach, 18 Mädchen zwischen 13 und 22 Jahren, angeleitet von Astrid Winkler-Brandt, die zu Werken von Jaques Offenbach nicht nur tänzerisch, sondern auch mit schauspielerischen Elementen glänzten. In sechs Sätzen der Suite „La Gaité Parisienne“ präsentierten sich sowohl Orchester als auch Ballettformation mit Brillanz und Leichtigkeit. Mit einem schönen Wechselspiel aus lebhaften Tuttisequenzen mit raumgreifender Choreografie und feinfühligen Solostellen wurde in der Ouverture aus „Orpheus aus der Unterwelt“ die Geschichte einer Hochzeit erzählt. Der Cancan war der fulminante Abschluss des musikalischen Teils des Abends, der Genuss für Augen und Ohren bot. 

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Anschließend lud der Verein alle Gäste bei Schnitzel- und Salatbuffet zum geselligen Verweilen ein. Vielen Dank an alle Helfer und Aktiven für ihren Einsatz.